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29.01.2021   Bezirk: Neukölln

Geschichtsrevisionismus in der Physiotherapie


Ein jüdisch-israelischer Patient wurde mit antisemitischen Aussagen konfrontiert. Es handelte sich um die erste von mehreren Behandlungen. Der Physiotherapeut fragte den Betroffenen nach seiner Herkunft, da dessen Name hebräisch klinge. Der Betroffene bestätigte, dass er aus Israel kommt. Schon kurz darauf fing der Physiotherapeut an, über die NS-Zeit zu sprechen. Dabei nahm er seinen Großvater, der in der Wehrmacht gedient hatte, in Schutz und sagte, Hitler habe nicht nur Schlechtes getan und viele Menschen heute wären, wenn die politische Lage ähnlich wie damals wäre, ebenfalls Nazis. Zudem stellte er Nachfragen zu orthodoxen Jüdinnen_Juden und äußerte dabei das Vorurteil, orthodoxe Männer würden ihre Frauen totschlagen.

Der Betroffene war entsetzt und beschloss, das gegenüber dem Physiotherapeuten beim nächsten Mal anzusprechen. Letztendlich wurde er bei den nächsten Sitzungen im gleichen Haus von anderen Physiotherapeut*innen behandelt.

Quelle: RIAS Berlin
 
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