Projekt 2013 - Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit

Seit Mitte der 2000er Jahre haben sich in einigen östlichen Berliner Bezirken zivilgesellschaftliche Netzwerkstellen, und in ihrem Schlepptau auch Register etabliert. Den ersten Registern in Pankow und Lichtenberg folgten bald die in Treptow-Köpenick, Marzahn-Hellersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg. Um eine berlinweite Wahrnehmbarkeit zu schaffen, wurden ab 2009 die Ergebnisse der jeweiligen Jahresauswertungen in Zusammenarbeit mit der Opferberatungsstelle „Reachout“ auf einer gemeinsamen Pressekonferenz im Frühjahr vorgestellt. Aus der verstärkten Zusammenarbeit der Registerstellen erwuchs auch die Notwendigkeit einer Vereinheitlichung der Analysekriterien und einer gemeinsamen Vernetzungsplattform.

So wurde das Jahr 2013, nun zusammen mit den neu geschaffenen Registerstellen in Charlottenburg-Wilmersdorf und Neukölln, genutzt, um sich auf einheitliche Kriterien, Bewertungsmaßstäbe und eine regelmäßige Vernetzungsstruktur zu verständigen. Eine Webplattform, die die vorhandenen Register unter dem Titel „Register Berlin“ zusammenfasst, wurde ins Leben gerufen. Für diese Aufgaben erhielten die Registerstellen eine Anschubfinanzierung vom Berliner Senat.
Dass Neonazismus in Berlin kein Ostproblem ist, ist hinlänglich bekannt. Der Mischbezirk Friedrichshain-Kreuzberg führt jährlich die Gewaltstatistiken an, Neukölln folgt bald darauf. Der Bedarf für Registerstellen ist demnach auch in Westberlin vorhanden, und hat 2013 mit den beiden neuen Registern seinen Anfang gefunden.