Walhalla

Walhalla stellt in der germanischen Mythologie den Ort für die gefallenen Kämpfer dar. Diese Mythologie wurde für den soldatischen Todeskult im Nationalsozialismus verwendet. Besondere Bedeutung hatte das Versprechen „nach Walhalla zu kommen“, sprich in das „Reich der germanischen Ahnen“ zu gelangen, vor allem für SS-Einheiten. Mittels dieses quasi religiösen Glücksversprechens sollten die SS-Einheiten zu größerer Entschlossenheit und Opferbereitschaft bewegt werden. Die Übernahme und Funktionalisierung germanischer Mythen wurde dabei besonders vom SS-Reichsführer und späteren Reichsinnenminister Heinrich Himmler verfolgt. Auch heute noch nutzen Neonazis den Begriff „Walhalla“ für eine überirdische Begründung ihrer Ideologie und beziehen sich damit konkret auf ihre vermeintlich Abstammung von den Germanen.