Diskriminierung

(Soziale) Diskriminierung bedeutet eine gruppenspezifische Benachteiligung oder Herabwürdigung von Gruppen oder Individuen. Diese erfolgt anhand gruppenspezifischer Merkmale wie Herkunft, Hautfarbe, Sprache, politische oder religiöse Überzeugungen, sexuelle Orientierung, Geschlecht oder Behinderung. Grundlage von Diskriminierung ist die Unterscheidung und Bewertung einer Gruppe durch gesellschaftliche Kräften. Von Diskriminierung betroffen sind damit Gruppen, die den bestimmenden gesellschaftlichen Vorstellungen nicht entsprechen. In der deutschen Gesellschaft sind bis heute Merkmale wie weiß, männlich, heterosexuell, gesund, leistungsfähig, christlich etc. bedeutungsvoll. Menschen, die von diesen Merkmalen abweichen, sind oft von Diskriminierung betroffen.
Um strukturelle Diskriminierung von gesellschaftlichen Gruppen handelt es sich dann, wenn diese in der Struktur der Gesellschaft enthalten ist. Dies ist beispielsweise in einer patriarchalen Gesellschaft (männliche Herrschaftsform) der Fall, die Frauen systematisch und strukturell aus vielen Bereichen der Gesellschaft ausschließt.