Die Identitären

Als „Identitäre Bewegung“ werden mehrere lose verbundene Gruppierungen bezeichnet, die der Neu Rechten zuzuordnen sind. Sie entwickelte sich als Bloc identitaire zunächst in Frankreich, seit dem 10. Oktober 2012 gibt es sie auch in Deutschland. Ihr Markenzeichen ist der griechische Buchstabe Lambda, schwarz auf gelbem Grund.

Die Ideologie der Identitären baut unter anderem auf ethnokulturellen Vorstellungen und völkischem Rassismus auf. Ihrer Ansicht nach haben „Völker“ unveränderliche kulturelle Identitäten, die durch Ein- und Zuwanderung von Menschen aus vermeintlich anderen „Kulturkreisen“ gefährdet würden. Die größte Gefahr für die deutsche/ europäische Kultur gehe ihrer Meinung nach von der „Islamisierung“ und dem Multikulturalismus aus. Dagegen wollen die Identitären ankämpfen. Sie verstehen sich als Beschützer*innen der deutschen/europäischen Kultur. Durch die Aufteilung der Menschen in Eigen- und Fremdgruppe werden jedoch gesellschaftliche Hierarchien und Ungleichheitsverhältnisse konstruiert und legitimiert und damit Teile der Bevölkerung diskriminiert und ausgegrenzt. Sie vertreten klassische islamfeindliche, rassistische und demokratiefeindliche Positionen. Hier finden sich auch Anknüpfungspunkte und Überschneidungen zu PEGIDA und in Berlin in großem Maße zu Bärgida wo sie mit mehreren Personen und Fahnen reglmäßig teilnehmen.

Sie sind unter Beobachtung des Verfassungsschutzes.

Die Identitären versuchen gezielt junge Menschen anzusprechen, insbesondere durch flashmobähnliche, hippe, kurze und direkte Aktionen. Dabei nutzen sie gerne Elemente der Popkutur. Motive für Flyer werden oft bekannten und beliebten Filmen wie „Avatar“ oder „300“ entnommen. Ihr Hauptaktionsfeld ist und bleibt aber das Internet.