Der III. Weg

Der „III. Weg“ (der "Dritte Weg") ist eine neonazistische Kleinstpartei, die sich im September 2013 in Heidelberg gegründet hat. Gründungsmitglieder der Partei sind z.T. bekannt aus anderen extrem rechten Organisationen, wie z. B. der frühere NPD-Funktionär Klaus Armstroff.  Das Wahlprogramm orientiert sich an Forderungen aus der extrem rechten Szene, die meinen, einem vermeintlich drohenden "Volkstod" entgegen wirken zu müssen und Vorrechte für Deutsche einfordern. Die Partei ist mittlerweile auch in Berlin aktiv: Im März 2015 wurde ein "Stützpunkt Berlin" gegründet. Im folgenden Monat tauchten erstmals asylfeindliche Flugblätter in Buch, Hellersdorf, Marzahn und Pankow auf. Seit Mai 2015 gibt es für die Anhänger so genannte "Rechtsschulungen", bei denen sie auf die Auseinandersetzung mit Polizei und Justiz vorbereitet werden. Der "Stützpunkt Brandenburg" wird z. Zt. von Maik Eminger geleitet, dessen Bruder André Eminger in den NSU-Komplex verstrickt ist.

Weiterführende Informationen:
Netz gegen Nazis: "Der III. Weg" - eine rechtsextreme Kleinstpartei aus dem Neonazi-Spektrum (Von Jakob Rödl)
Störungsmelder: Neonazi-Partei „Der III. Weg“ tarnt sich als Bürgerbewegung (von Sebastian Meyer)
Endstation rechts: Neonazi-Minipartei der III. Weg auf Expansionskurs
Antwort auf Anfragen im Deutschen Bundestag: Parteien "Die Rechte" und "Der III. Weg"
Frankfurter Rundschau: Der dritte Weg führt nach rechts (von Nadja Erb und Hanning Voigts)