Anlaufstelle werden

Die Berliner Register dokumentieren und analysieren unabhängig rechtsextreme und diskriminierende Vorfälle. Sie arbeiten mit einem Netzwerk aus Anlaufstellen zusammen. Anlaufstellen sind dezentrale Einrichtungen, an die diskriminierende Beobachtungen und Erfahrungen gemeldet werden können. Wir würden uns freuen, wenn Sie mit Ihrer Organisation, Ihrer Jugendeinrichtung, Ihrem Verein, Projekt oder Kiezbüro bei einem der Berliner Register mitarbeiten und eine Anlaufstelle werden möchten.

Register haben das Ziel, eine möglichst genaue Chronologie über rechtsextreme und diskriminierende Vorfälle zu führen. Hierbei unterstützen Anlaufstellen sie. Register sensibilisieren Anwohner*innen und Akteur*innen für rechtsextreme und diskriminierende Vorfälle und Propaganda und regen zum Engagement für Demokratie und Gleichberechtigung an. Anlaufstellen nehmen hierbei eine Multiplikationsfunktion ein.

Es gibt zwei Arten von Anlaufstellen: interne und öffentliche.

  • Interne Anlaufstellen werden nicht veröffentlicht und nehmen nur Meldungen von Ihren Nutzer*innen, Besucher*innen oder Mitgliedern auf.
  • Öffentliche Anlaufstellen werden in den Öffentlichkeitsmaterialien der Register mit Kontaktdaten genannt und Zeug*innen sowie Betroffene können bei ihnen Vorfälle melden.

Aufgaben der Anlaufstellen:

  • Sie kooperieren mit den Berliner Registern
  • Sie nehmen Meldungen von Vorfällen aus der Sichtweise der Betroffenen entgegen (Aufnahme in Fragebögen), kommen mit den Betroffenen und Zeug*innen ins Gespräch; es wird keine psychosoziale Beratung angeboten, sondern bei Bedarf an Beratungsstellen weiter vermittelt.
  • Hierfür findet eine kurze Schulung sowie fortlaufende Betreuung durch die Koordinierungsstelle der Register statt; die notwendigen Informationen werden zur Verfügung gestellt.
  • Sie sensibilisieren ihr Umfeld für rechtsextreme Propaganda und Diskriminierungen (um mit Nutzer*innen und Kooperationspartner*innen darüber ins Gespräch zu kommen).
  • Sie leisten Öffentlichkeitsarbeit, z.B. durch das Anbringen eines Plakats der Berliner Register im Büro.
  • Sie können ein Ort für Veranstaltungen und Workshops zum Themenbereich sein, die von den Registern bei Bedarf organisiert werden.

Wichtig ist:

  • eine verbindliche Ansprechperson vor Ort
  • gute Erreichbarkeit insbesondere für öffentliche Anlaufstellen (auch er Mail oder AB möglich, schnelle Rückkoppelung muss gewährleistet sein)

Für Anlaufstellen gibt es Vorteile:

  • Sie leisten einen Beitrag, Diskriminierung und gegen Rechtsextremismus in Berlin sichtbar zu machen.
  • Sie können ihre Arbeit gegen Diskriminierung und gegen Rechtsextremismus weiter ausbauen und sich hierzu öffentlich positionieren.
  • Sie können geeignete Öffentlichkeitsarbeit leisten.
  • Sie haben ein weiteres Gesprächsthema mit Anwohner*innen.
  • Anlaufstellen werden von der Registerstelle in regelmäßigen Abständen über aktuelle Entwicklungen im Bezirk informiert.
  • Anfragen von Anlaufstellen werden von der Registerstelle zügig beantwortet.

Interesse?

Wenn Sie Interesse haben Anlaufstelle zu werden, melden Sie sich bei unserer Koordinierungsstelle.