Chronik für Register Friedrichshain-Kreuzberg

  • 23. November 2016
    Gegen 12.30 Uhr beleidigte ein Lieferant die Angestellte eines Lokals in der Oranienstraße aus rassistischer Motivation heraus.
    Quelle: Polizei
  • 3. November 2016
    Im Bezirksamt Yorckstraße wurde die Ausstellung "Mit bunten Farben gegen braune Parolen" die die Arbeit von Irmela Mensah-Schramm zeigt und würdigt beschädigt. Unbekannte hatten alle bereits beschriebenen Seiten aus dem Gästebuch herausgerissen und die Nachricht "Orden der Patrioten war hier" hinterlassen. Ebenso wurde an ein Ausstellungsobjekt ein Zettel angebracht mit der Aufschrift "Erspart uns Eure Lügen! Orden der Patrioten glaubt Euch nicht!". Darüber hinaus wurde die Aufhängung eines Bildes entfernt. Auch entwendeten sie Material.

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/ausstellung-in-berlin-kreuzberg-unbeka...

    http://www.berliner-woche.de/kreuzberg/bildung/politische-hygiene-im-rat...
    Quelle: UBI Kliz e.V.
  • 31. Oktober 2016
    Im Oktober gab man sich bei der Seite der Friedrichsberger Patrioten wieder mehr Mühe die kaum vorhandenen Leser*innen regelmäßig mit der neusten Hetze aus allen Teilen der Bundesrepublik auf dem laufenden zu halten. 63 ausgewählte Post inbesondere zur NPD (18), zum Thema Hetze gegen Geflüchtete (7) und gegen Linke (11) erwartete die geneigte Leser*innenschaft. Besonders interessant ist, dass in diesem Monat sowohl ein Beitrag aus dem Bereich der Reichsbürger*innenideologie geteilt wurde, indem es darum ging, dass die Bundesrepublik Deutschland kein Staat sei. Auch wurde die Solidarität mit der frisch verurteilten Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck erklärt.

    Insgesamt gab es 24 Interaktionen mit den Beiträgen der Seite.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 31. Oktober 2016
    Rassistische Schmierereien finden sich mittlerweile an mindestens vier Bauzäunen/Plakatwänden in dem Übergang vom S-Bahnhof zum U-Bahnhof Frankfurter Allee. Wieder wurde mit einem schwarzen Edding „REFUGEES FUCK OFF!“ Neben die dort angebrachten Werbeplakate geschmiert.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 31. Oktober 2016
    In diesem Monat war die AfD bei Facebook aktiver als in den Monaten zuvor. Mittlerweile hat sie dort 1034 gefällt mir Angaben. Insgesamt gab es 24 Posts. Die Meisten waren dabei geteilte Zeitungsartikel, Blog Einträge oder Videos. Lediglich zwei bezogen sich direkt auf die Arbeit der AfD Friedrichshain-Kreuzberg. SO veröffentlichten sie am 05.10. ihr Bezirkswahlprogramm auf Facebook und berichteten am 27.10. von der BVV-Sitzung.

    Mit 19 „likes“ und 1 „share war ihr Post am 5.10. am erfolgreichsten. Hier teilten sie einen Blogeintrag von philosophia-perennis.com zu den aktuellen Umfragewerten der AfD in Sachsen. Die meisten Posts waren jedoch nicht sehr erfolgreich. Lediglich 4 Post konnten 9 oder mehr Interaktionen (likes, shares, comments) aufweisen.

    Eine inhaltliche Fokussierung ist nicht zu erkennen. Einige der geteilten Artikel drehen sich um das Thema Geflüchtete und Einwanderung im Kontext von Kosten für Turnhallensanierung, Überfremdungsangst, Innere Sicherheit. Daneben stehen Beitrage zum Thema Linke Gewalt und Kosten des Atomausstiegs.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 29. Oktober 2016
    Am frühen Abend des 29. Oktobers saßen der betroffene Mann mit einer Begleiterin und dem späteren Täter an einem Tisch in einem Lokal am Kreuzberger Heinrichplatz. Im Rahmen des Gesprächs wurden auch die jeweiligen Staatsangehörigkeiten thematisiert. Der Angabe er sei ein Israeli folgend, stürmte der Gesprächspartner sofort aus dem Lokal, um gleich danach wieder aufzutauchen und dem Betroffenen ins Gesicht zu schlagen. Die Begleiterin des Israeli schritt ein und drängte den Täter vor die Kneipe, von wo aus er durch Gesten versuchte eine Schlägerei vor der Tür zu provozieren. Die Begleiterin wies die anwesenden Personen laut darauf hin, welchen Hintergrund der Angriff hatte. Ihr Vorgehen führte zu einem entschlossenen Handeln auf Seiten des Personals und weiterer Zeug*innen was den Betroffenen vor weiteren Angriffe schützte.

    Die Polizei wurde zum Tatort gerufen. Wir begrüßen das vehemente und entschlossene Einschreiten der anwesenden Personen.
    Quelle: Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus
  • 29. Oktober 2016
    An einem Laternenfahl an der Ecke Oderstraße/ Jungstraße wurde ein Aufkleber vom Berliner Fußballclub BFC entdeckt. Ober- und Unterhalb des Logos des Vereins stand „HOGESA F'hain“.

    Am Straßenschild daneben klebet eine Aufkleber mit der Aufschrift „Anti-Antifa“.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 25. Oktober 2016
    Am S-Bahnhof Frankfurter Allee wurden die Bauzäune/Plakatwände am Übergang zum U-Bahnhof mit rassistischen Parolen beschmiert. Mit einem schwarzen Edding wurde "REFUGEES FUCK OFF" an ein Plakat geschmiert. Der Schriftzug wurde mittlerweile verändert, sodass dort nurn "NAZIS FUCK OFF" zu lesen ist.
    Quelle: Antirassistisches Register Alice-Salomon-Hochschule
  • 18. Oktober 2016
    Am Dienstagabend wurde eine Japanerin an der Bushaltestelle Markgrafendamm von einem 32-Jährigen rassistisch beleidigt. Der Vorfall ereignete sich gegen 20.45 Uhr. Polizisten nahmen den Täter vorübergehend mit in die Gefangenensammelstelle.
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/tourist-von-s-bahn-kont...
    Quelle: Tagesspiegel
  • 13. Oktober 2016
    Am U-Bahnhof Möckernbrücke wurde eine LGBTIQ* feindliche Schmiererei an einer Wand angebracht. Zunächst hatte eine Person dort auf die Wand „Being Biploar, its awsome“ geschrieben. Eine weitere Person änderte den Spruch in „I hate being Bipolar“ ab. Eine weitere Person ersetze das Wort „Biploar“ durch das Wort „Faggot“.
    Quelle: Register Charlottenburg-Wilmersdorf
  • 12. Oktober 2016
    In der Nacht zeigte ein Mann bei seiner Festnahme den Hitlergruß. Die Polizei war gerufen worden, da der 26-Jährige einen vorbeifahrenden 27-jährigen Fahrradfahrer gegen 23 Uhr in der Sonntagstraße unvermittelt von dessen Fahrrad gerissen hatte.
    Quelle: Polizei
  • 12. Oktober 2016
    In Kreuzberg wurden in der Nacht ein Fahrradfahrer von 3 Männern im Alter von 19 bis 21 Jahren aus einer rassistischen Motivation heraus angegriffen. Der 31-Jähriger fuhr kurz nach Mitternacht mit seinem Fahrrad auf dem Radweg der Wiener Straße in Richtung Skalitzer Straße, als er aus einem fahrenden Transporter heraus aus rassistischer Motivation beleidigt und bespuckt wurde. Als er zu Boden ging, traten die Männer weiterhin auf ihn ein.

    Während der Sachverhaltsaufnahme durch alarmierte Polizisten erschienen die Verdächtigen am Tatort, da einer von ihnen seine Geldbörse verloren hatte und diese zurück haben wollte. Daraufhin wurden ein 19-Jähriger und zwei 20 Jahre alte Männer vorläufig festgenommen.
    http://www.berliner-zeitung.de/24902442 ©2016
    Quelle: Berliner Zeitung
  • 4. Oktober 2016
    Heute erhielt der Betreiber einer Sauna am Mehringdamm in Kreuzberg eine E-Mail mit rassistischem Inhalt. Der Verfasser der E-Mail hetzte mit ihr gegen Muslim*a, Geflüchtete und People of Colour. Geflüchteten wirft er dabei vor, sie würden nicht vor Krieg und Gefahr fliehen sondern lediglich nach Deutschland kommen, um hier die Sozialsysteme auszunutzen. Muslim*a unterstellt er Deutschland in einen muslimischen Gottesstaat umwandeln zu wollen und deshalb über die Deutschen herzufallen.
    Quelle: Boiler Berlin Sauna GmbH
  • 2. Oktober 2016
    Gegen 19.30 Uhr wurde am S-Bahnhof Ostkreuz ein 28-Jähriger von einem anderen Mann zunächst rassistisch beleidigt und geschlagen. Der Betroffene verließ den Bahnhof in Richtung Simplonstraße, als ihm der 26-jährige Täter den weg versperrte und anfing ihn rassistisch zu beleidigen. Dabei schlug er mit einer Flasche in Richtung des Kopfes des Betroffenen. Dieser konnte den Schlag mit seinen Armen abwehren. Nachdem sich der Täter entfernt hatte, alarmierte der 28-Jährige die Polizei. Gemeinsam suchten die Beamten und der Angegriffene nach dem Verdächtigen und entdeckten ihn in der Nähe. Die Polizisten nahmen ihn fest und brachten ihn zur Gefangenensammelstelle, wo er während einer ärztlichen Untersuchung den Hitlergruß zeigte.
    Quelle: Polizei
  • 1. Oktober 2016
    In der Bänschstraße wurden an Laternen auf Höhe der Samariterkirche insgesamt 6 NPD Aufkleber mit der Aufschrift „Asylflut stoppen“ entdeckt und entfernt.
    Quelle: Antirassistisches Register Alice-Salomon-Hochschule
  • 30. September 2016
    Die Aktivitäten vom August haben sich zumindest auch in der ersten Häälfte des Septembers bis zur Abgeordnetenhauswahl weiterhin gehalten. Insgesamt postete sie 8 Beiträge die sich allesamt um den Wahlkampf drehten. Interaktion gab es bei jedem Beitrag. Am erfolgreichsten war ihr Bericht von ihrem Wahlkampfstand am Ostbahnhof. Er bekam 19 „likes“, 1 „share“ und wurde 4 mal kommentiert. Ihr letzter Post in diesem Monat war am 17.09., nach der Wahl kam also erst mal nichts mehr.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 30. September 2016
    Auch im September wurde die Seite der Friedrichsberger Patrioten wieder überwiegend als Wahlkampfunterstützung für die NPD genutzt. Mit 53 Posts wurde deutlich weniger Hetze als im August verbreitet. Dies lag vor allem daran, dass die Admins anscheinend nach einer anstrengenden Wahlkampfphase und ihrer Unterstützung für die NPD nach der Wahl kaum noch Energie hatten um Beiträge auf ihrer Seite zu teilen.

    20 mal wurden Beiträge der NPD geteilt und über die Facebookseite verbreitet. Daneben war das relevante Thema gegen das sogenannte „Establishment“ zu hetzen. Insbesondere die Grünen bekamen so einiges ab.

    Insgesamt wurde 18 mal mit Beiträgen der Seite interagiert.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 23. September 2016
    Am frühen morgen ging bei der Willkommensinitiative „Friedrichshain hilft“ eine E-Mail ein in der sich Nachbar*innen aus dem Umfeld eine Notunterkunft über die Lautstärke der Bewohner*innen und deren Verhalten beschwerten.

    In der E-Mail wurden die Geflüchteten als Pack und Asoziale beleidigt. Ihnen wird grundsätzlich unterstellt aggressiv zu sein.
    Quelle: Freidrichshain hilft
  • 22. September 2016
    An der Bushaltestelle am Franz-Mehring-Platz wurde der rassistische Spruch „Kanacken raus“ sowie ein Hakenkreuz auf einen der Sitze geschmiert.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 20. September 2016
    An einem Laternenpfahl an der Revaler Straße Ecke Simon-Dach-Straße klebte ein Aufkleber des rechtspopulistischen Blogs pi-news.net mit der Aufschrift „Informationen zu Asylmissbrauch“. Inhaltlich wird in den Artikeln die auf pi-news.net erscheinen immer wieder gegen Geflüchtete gehetzt.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 12. September 2016
    Ein Mann, der in einem gewerblich genutzten Gebäude sein Fahrrad in sein Büro trägt, wird von einem Pärchen im Hausflur aufgefordert, dies zu unterlassen. Beim Versuch der Klärung, beschimpft die Frau den Mann, der sein Fahrrad trägt, als „Ausländerpack“.
    Quelle: ReachOut
  • 11. September 2016
    An frühen Nachmittag plakatierten mehrere Anhänger der rechtspopulistischen Partei AfD an der Wilhelmstraße und am Halleschen Tor. Als der antifaschistische Fahrradkorso zum Tag der Erinnerung und Mahnung an ihnen vorbei fuhr, fingen sie an die Teilnehmer*innen der Demonstration zu beschimpfen. Ein AfD-Anhänger filmte die gesamt Demo provokant ab.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 10. September 2016
    An dem Wochenende 10./11.09. wurde das Eingangsschild zum Familiengarten / Aile Bahçesi in der Oranienstr. beschmiert. Mit einem schwarzen Stift wurden die Worte „Türken raus“ auf das Schild geschmiert.
    Quelle: Migrationsrat Berlin-Brandenburg e.V.
  • 8. September 2016
    Mitarbeiter*innen des Unionhilfswerk bekommen eine E-Mail mit rassistischen Inhalt zugeschickt. Der Absender (Thors Hammer) äußert sich darin abfällig über Geflüchtete und über die Unterstützung die das Union Hilfswerk geflüchteten Menschen anbietet und fordert sie auf, diese Unterstützung zu beenden. Geflüchtete Menschen werden pauschal als Asylbetrüger und Schmarotzer bezeichnet. Die E-Mail ist identisch mit Mails die bereits am 16. März und 14. April an diverse Organisationen, unter anderem in Friedrichshain-Kreuzberg verschickt wurden.
    Quelle: Unionhilfswerk
  • 6. September 2016
    Am Vormittag entdeckte ein Fahrgast in der S9 nach Pankow zwei islamfeindliche Sprüche. Nachdem er am S-Bahnhof Frankfurter Alle eingestiegen war, sah er, dass mit einem schwarzen Stift zwei mal „Islam raus“ an die Wände des Wagons geschmiert waren.
    Quelle: Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus
  • 1. September 2016
    Am 01. September wurde auf einer Plakatstellwand der „Union Investment“ der antisemitische und islamfeindliche Schriftzug „Deutschland-jüdische-Islam-Diktatur“ entdeckt. Diese befand sich stadteinwärts in der Holzmarktstraße kurz hinter dem Ostbahnhof.
    Quelle: Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus
  • 1. September 2016
    Auch in Kreuzberger Haushalten wurde heute das „Extrablatt“ gesteckt. Das „Extrablatt“ ist eine kostenlose Zeitung die Wahlwerbung für die AfD und ihre rassistischen Parolen macht. Die Zeitung wurde vom AfD nahen Verein "Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten" finanziert und verschickt. In den Beiträgen wird das pauschal Bild krimineller lernunwilliger und fauler Geflüchteter gezeichnet und so Angst und rassistische Vorurteile geschürt und verbreitet.
    Quelle: Register Lichtenberg
  • 31. August 2016
    Mitte August brach hektische Betriebsamkeit auf der Seite der AfD Friedrichshain-Kreuzberg aus. Ab dem 16.08. posteten sie immerhin 16 Beiträge. Am 220.08. kündigten sie an, dass das Bezirkswahlprogramm nun bald fertig sei und für interessenten sowohl online als auch in gedruckter Form bereit stehen würde. Einen Link zum Bezirkswahlprogramm teilten sie bei Facebook jedoch erst am 05.10. deutlich nach der Wahl.

    Am 22.08. hatten sie einen sehr erfolgreichen Post, mit insgesamt 45 Interaktionen, als sie die Umfragewerte für die anstehende Wahl im Mecklenburg-Vorpommern teilten.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 31. August 2016
    Nach knapp 60 Posts im Juli kam die Seite der Friedrichsberger Patrioten diesen Monat auf rund auf Stolze 83 Posts. Da wurde also getippt und geteilt bis die Finger glühen. Zur Unterstützung des Wahlkampfs in Berlin wurden dann auch gleich 33 mal Beiträge der NPD, ihrer Politiker*innen oder der NPD Nahen Zeitungen und Organisationen geteilt. Dabei waren jedoch nicht alle Beiträge aus Berlin, auch Beiträge aus anderen Bundesländern, wurden fleißig geteilt und weiterverbreitet. Daneben beschäftigten sich 16 Posts damit Hetze gegen Geflüchtete zu verbreiten. In jeweils 8 Posts wurde entweder gegen Linke oder gegen das sogenannte „Establishment“ in Form von Parteien, Medien und Politiker*innen gewettert.

    Um die 40 mal wurde auf verschiedenste Art und weise mit den Beiträgen auf der Facebookseite interagiert (Likes, teilen, Kommentare). Eine Person scheint der Seite sehr regelmäßig zu folgen und mit der Seite zu interagieren. Ansonsten lassen verschiedenste Leute eher selten mal ein like oder Kommentar dort. Der erfolgreichste Post hatte diesen Monat 6 Interaktionen.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 23. August 2016
    Auf einem Bauzaun in der der Rigaerstraße wurden mehrere Schmierereien angebracht. Darunter „R94 stinkt“ sowie „Antifa = schwul“ und „Antifa = gay“.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 22. August 2016
    Am 22. August wurden zwei Zettel mit antisemitischem Inhalt in der Gryphiusstraße (Friedrichshain) entdeckt, einer direkt an einem Klingelschild und ein Weiterer an einem Laternenpfahl. Es handelt sich dabei um Zettel mit dem immer gleichen kryptischen Inhalt, versehen mit dem Symbol der Gruppe „Anonymous“. Diese Zettel tauchten in diesem Jahr schon mehrfach in Friedrichshain-Kreuzberg und anderen Bezirken auf.
    Quelle: Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus
  • 21. August 2016
    Ein Wahlplakat der SPD in der Voigtstraße wurde beschmiert. Der Kandidatin wurde ein Hakenkreuz direkt auf die Stirn gemalt.
    Quelle: Antirassistisches Register Alice-Salomon-Hochschule
  • 17. August 2016
    Ein Mitarbeiter der Abfallentsorgung entfernt ggen 11 Uhr am Ufer des Landwehrkanals in der Nähe der Ratiborstraße Müll. Als der Mitarbeiter drei voll Plastiktüten entsorgen will, die an einem Baum lehnen, stoppt ihn eine in der Nähe sitzende Frau mit den Worten "Das ist kein Müll, das ist meins." Daraufhin schimpft der Mitarbeiter in Richtung der Frau, wie verdreckt alles sei. Die Frau rechtfertigt sich, dass sie den Müll nicht verursacht habe und es sich bei dem Streitgegenstand der Plastiktüten nicht um Müll handle. Plötzlich mischt sich ein vorübergehender, älterer Passant in die Auseinandersetzung ein. In Richtung der Frau drohend äußert er: "Es braucht eine neue Regierung, die mal richtig aufräumt." Aus seiner Gestik wird deutlich, dass er sich nicht nur auf den Müll, sondern auch auf die angesprochene Frau bezieht.
    Quelle: Amaro Foro e.V.
  • 16. August 2016
    In Friedrichshain wurden am Morgen Flyer mit antisemitischem und verschwörungstheoretischem Inhalt entdeckt. Auf der Vorderseite steht die Forderung: Kein jüdischer Terror „zum Schutz der Juden“ keine Angriffe auf deutsche Bürger. Darunter befinden sich das Bild einer Guy Fawkes Maske, wie es auch als Symbol von Anonymus benutzt wird. Auf der Rückseite befindet sich ein längerer Text in dem eine Verschwörung des CIA/Mossad herbei fabuliert wird.
    Quelle: Antirassistisches Register Alice Salomon Hochschule
  • 10. August 2016
    Rund um den Görlitzer Park und die Wiener Straße wurden diverse NPD Aufkleber geklebt. Unter anderem wurde darauf ein Minarettverbot gefordert.

    https://twitter.com/rechtsaussen/status/763344202403090432

    https://twitter.com/ulli_jentsch/status/763281075934289920
    Quelle: Antirassistisches Register Alice Salomon Hochschule
  • 9. August 2016
    Im Wahlkreisbüro der Grünen Abgeordnete Marianne Burkert-Eulitz in der Boxhagener Straße ist ein anonymer Brief mit einem rechten Inhalt eingegangen. Darin wurde die Abgeordnete Bedroht und Beschimpft. Der Brief wurde mit einer SS Rune unterschrieben.
    Quelle: Die Grüne Box - Wahlkreisbüro
  • 7. August 2016
    Am 07. August wurde während der Biermeile auf Höhe des U-Bahnhofs Weberwiese unter dem Sticker „I <3 Israel“ der Schriftzug „I$rael Kill$“ angebracht. Wir werten die Aussage als antisemitisch. Durch das Nutzen der Dollarzeichen wird die antisemitische Verschwörungsideologie aktiviert, die halluziniert, dass Jüdinnen und Juden die Finanzmärkte, vorallem an der amerikanischen Ostküste, kontrollieren. Diese imaginierte Allmacht über die Finanzwelt wird hier auf den Staat Israel projiziert. Seitens der umstehenden Personen gab es keine Reaktionen auf diese Schmiererei. Als eine Person das Wort „Kill$" unkenntlich machte, um die Dämonisierung des Staates Israels im öffentlichen Raum teilweise zu beenden, wurde diese Handlung von Menschen kritisiert und als eine Sachbeschädigung bezeichnet.
    Quelle: Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus
  • 6. August 2016
    Ein Mann entdeckte gegen 7 Uhr im Volkspark am Friedrichshain bei einem Spaziergang großflächig ausgelegte laminierte Karten und CD's auf denen teilweise Hakenkreuze und volksverhetzende Texte aufgebracht waren. Er sammelte diese Gegenstände ein und brachte sie mit zum Polizeiabschnitt.
    Quelle: Polizei
  • 6. August 2016
    Zum 20. Mal fand an diesem Wochenende das „Internationale Bierfestival“, besser bekannt als „Biermeile“ in Friedrichshain entlang der Frankfurter Allee, zwischen dem Frankfurter Tor und dem Strausberger Platz statt. Wie in jedem Jahr, waren wir einen Nachmittag vor Ort um uns das Treiben und die Einhaltung der Hausordnung anzuschauen. Die Hausordnung verbietet unter Anderem das Tragen von Bekleidung und Schmuck, oder das Zeigen von Tattoos die der Rechten Szene zugeordnet werden. Insgesamt vielen wenig Leute durch das Zeigen Rechter Symbolik auf. Folgendes haben wir beobachtet:

    - ein Mann trug ein T-Shirt der Rechtsrockband 4. Division Ostfront

    - ein Mann trug eine Jacke der Marke Thor Steinar mit der Aufschrift „Waidmanns Heil“

    - ein Mann trug ein T-Shirt mit der Aufschrift „Cold War“ auf der Vorderseite und einem Eisernen Kreuz auf dem Rücken

    - zwei Männer trugen T-Shirts der Band Freiwild

    - ein Mann trug ein T-Shirt der Band Categorie C
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 31. Juli 2016
    Gegen 5 Uhr kam es am S-Bahnhof Frankfurter Allee zu einem Übergriff auf eine Frau und ihre Begleiter*innen. Nach betreten des Bahnsteigs fragte die Frau einen wartenden Mann nach Feuer. Sie sprach deutsch mit einem französischen Akzent. Daraufhin begann der Mann aus einer rassistischen Motivation heraus die Frau zu beleidigen und zu bespucken. Sie spuckte daraufhin zurück. Der Täter beleidigte und bedrohte die Frau weiter unter anderem mit Aussagen wie „wenn du auf deutschen Boden spuckst, dann lebst du nicht mehr lange.". Dabei hatte er einen Schlagring in der Hand. Ein ebenfalls am Bahnhof Anwesende Freundin der Betroffenen kam hinzu und gemeinsam versuchten sie sich durch Weggehen der Situation zu entziehen. Der Angreifer lief ihnen hinterher bis in den S-Bahn Wagon und setzte die ganze Zeit seine Beleidigungen und Bedrohungen fort. Erst durch einen weiteren Wagonwechsel am nächsten Bahnhof konnten sich die Betroffenen der Situation entziehen.

    Der Täter war an dem Tag in Begleitung eines weiteren Mannes unterwegs, der durch Aufnäher mit rechten Slogans und Symbolen deutlich seine Einstellung nach außen zeigte.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 31. Juli 2016
    Im Juli gab es auf der Facebookseite der AfD Friedrichshain-Kreuzberg einen Post am Ende des Monats, der sie beim plakatieren zeigt. Der Post wurde 13 mal geliked, 1 mal geteilt und 5 mal kommentiert.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 31. Juli 2016
    Bereits im Vorfeld hatten wir über die Bürgerinitiative „BI Pro X-Hain“ berichtet, die sich mittlerweile in „Friedrichsberger Patrioten“ umbenannt. Versucht die Bürgerinitiative sich am Anfang noch einen Schein von Abgrenzung zu extrem Rechten Parteien zu geben, so teilt sie mittlerweile auf ihrer Facebookseite überwiegend NPD Post. Dabei wird alles geteilt was in das rechte Weltbild passt, egal ob es den Bezirk oder überhaupt die Stadt betrifft. Immerhin schaffte es die Seite auf knapp 60 Posts im Juli, einige Sachen doppelt, andere Posts hat sie mit sich selbst geteilt oder Posts des Administrators geteilt. Interaktion ist jedoch eher wenig. Mal ein paar Likes oder Kommentare unter den Post. Die meisten weisen keinerlei Interaktion auf. Weiterhin teilte die Seite knapp 15 Posts von NPD Verbänden aus ganz Deutschland. Inhaltlich ist das wichtigste Thema die Hetze gegen Linke und die Rigaer Straße. Rund 30 Posts widmeten sich allein diesem Thema. Ansonsten folgen die Posts den gängigen rassistischen Mantras mit denen der Untergang des Abendlandes heraufbeschworen wird. Es sei nur Geld für Geflüchtete da, nicht für die armen Deutschen, Geflüchtete wären alle gewalttätig und würden Frauen belästigen, mit den Geflüchteten kämen die ganzen IS-Terroristen in das Land. Die Polizei sei nicht mehr her der Lage und würde sowieso die ganze Zeit an den falschen Stellen eingesetzt. Sie solle sich jetzt doch endlich mal um die gewaltbereiten Geflüchteten kümmern, anstatt so harmlose Leute wie Internethetzer zu verfolgen.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 23. Juli 2016
    Ein 22-jähriger und ein 25-jähriger Mann werden gegen 3.20 Uhr in der Libauer Straße aus einer Gruppe heraus rassistisch beleidigt, von mehreren Personen geschlagen, mit Bierflaschen angegriffen und verletzt. Die Polizei nimmt zwei Täter im Alter von 22 und 29 Jahren fest.
    Quelle: ReachOut
  • 23. Juli 2016
    Am 23. Juli wurde ein Schild mit der Aufschrift "Wir sitzen zwar alle in der selben Gaskammer, aber Du sitzt am Hahn. Bei Rot Motor aus." an Straßenecke Boxhagenerstr./Warschauerstr. dokumentiert. Es war auf einer Werbefläche an einem Laternenmast angebracht. Der Inhalt des Schriftzuges lässt vermuten, dass die Urheber_innen aus dem direkten Wohnumfeld um diesen Kreuzungsbereich herum stammen. Solche Referenzen zur Schoa beziehungsweise Vergleiche führen in der Konsequenz dazu, dass die Hemmschwelle für offene antisemitische und geschichtsrevisionistische Aussagen in der Gesellschaft immer weiter gesenkt wird. Für Schoa-Überlebende, ihre Angehörigen und von Antisemitismus Betroffenen wird unweigerlich eine Assoziation zur systematischen Massenvernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden im Nationalsozialismus geweckt. Dieses Plakat wurde kurz nach dem Entdecken entfernt, wir begrüßen dies außerordentlich.
    Quelle: Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus
  • 22. Juli 2016
    Am 22. Juli, wurden Zettel mit einem antisemitischen Inhalt in der Fredersdorferstraß (Friedrichshain) festgestellt sowie zwei weitere in Kreuzberg, in der Ohlauer und Manteuffelstraße ,entdeckt. In beiden Fällen waren sie mit einem Klebestreifen an Wohnungseingängen befestigt. Es handelt sich dabei um Zettel mit dem immer gleichen kryptischen Inhalt, versehen mit dem Symbol der Gruppe „Anonymous“. Diese Zettel waren uns bereits seit Oktober 2015 mehrfach aus Charlottenburg-Wilmersdorf sowie Tempelhof-Schöneberg gemeldet worden und wurden dieses Jahr auch schon Mehrfach in Friedrichshain-Kreuzberg gesichtet.
    Quelle: Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus
  • 21. Juli 2016
    In der Kottbusser Straße wurden drei Stolpersteine mit grauer Farbe beschmiert. Die Stolpersteine erinnern an Artur, Bianka und Käte Wolf, die am 08.05.1942 in Chełmno / Kulmhof durch die Nazis ermordet wurden.

    http://www.stolpersteine-berlin.de/de/biografie/5262
    Quelle: Polizei
  • 13. Juli 2016
    Unabhängig voneinander hatten 11 Männer im Alter von 36 bis 62 Jahren in sozialen Netzwerken Posts mit rassistischem und volksverhetzendem Inhalt veröffentlicht. Dabei verwendeten sie auch Zeichen verfassungswidriger Organisationen. Deshalb vollstreckte die Polizei heute mehrere Durchsuchungsbeschlüsse in Berlin. Dabei wurde auch eine Wohnung in Friedrichshain durchsucht.
    Quelle: Polizei
  • 1. Juli 2016
    Auf der Frankfurter Allee, zwischen den U-Bahnhöfen Samariterstraße und Frankfurter Allee belästigt ein Mann ein Pärchen. Zuerst belästigt er die Frau sexistisch und beleidigt anschließend den Mann rassistisch. Er wirft ihm vor ja nur die Sozialkassen hier in Deutschland auszunutzen. Als der Betroffene darauf hin erwidert, er würde arbeiten. Beleidigt er ihn weiter mit dem Vorwurf er würde den Deutschen ja die Arbeitsplätze wegnehmen.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 23. Juni 2016
    Auf einem Nazi Blog werden Einsatzprotokolle der Polizei mit Personalien einiger Bewohner*innen aus der Rigaer Straße veröffentlicht. Die Protokolle beziehen sich auf eine Auseinandersetzung in der Rigaer Straße am 14. Januar 2016. Damals hatten drei Nazis Fotos von dem Haus Rigaer Straße 94 und den Menschen die ein- und ausgingen gemacht woraufhin es zu eine Auseinandersetzung kam.
    https://linksunten.indymedia.org/de/node/183669
    Quelle: Indymedia
  • 21. Juni 2016
    In der Rigaerstraße werden in den frühen Morgenstunden Plakate der sogenannten „Reichsführung“ entdeckt. Auf ihnen wird erklärt die die Bewohner*innen der Rigaer 94 , ihre Unterstützer*innen und Aktivist*innen wären durch „die obersten Gremien und die Reichsführung“ zum Tode verurteilt worden.
    https://linksunten.indymedia.org/de/node/183669
    Quelle: Indymedia
  • 20. Juni 2016
    Bei einem Streit in der Rigaer Straße beleidigte ein 26 Jähriger einen 31 Jährigen aus rassistischer Motivation heraus. Dabei zeigte der den Hitlergruß und rief mehrfach „Sieg Heil“.
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/berlin-friedrichshain-b...
    Quelle: Tagesspiegel
  • 17. Juni 2016
    Zwischen 17 und 17.30h veranstalteten die Friedrichsberger Patrioten gemeinsam mit der NPD Neukölln eine Kundgebung am Rosengarten an der Karl-Marx-Allee. Insgesamt waren 3-4 Männer und eine Deutschlandfahne bei der Kundgebung anwesend. Stephan Böhlke (Friedrichsberger Patrioten) und Jens Irgang (NPD) hielten Ansprachen durch ein Megafon. Anschließend wurde ein Blumentopf verziert mit einem NPD Aufkleber auf dem Mahnmal zur Erinnerung an den Aufstand am 17. Juni 1953 abgestellt.
    Quelle: Anlaufstelle Wahlkreisbüro SPD
  • 13. Juni 2016
    Am 13. Juni wurden mindestens fünf Zettel mit antisemitischer Propaganda auf dem Weg von der Andreasstraße über die Schillingbrücke bis zur Bundeszentrale von Ver.di verklebt (Friedrichshain-Kreuzberg). Es handelt sich dabei um Zettel mit dem immer gleichen kryptischen Inhalt, versehen mit dem Symbol der Gruppe „Anonymous“. Diese Zettel waren uns bereits seit Oktober 2015 mehrfach aus Charlottenburg-Wilmersdorf sowie Tempelhof-Schöneberg gemeldet worden.
    Quelle: Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus
  • 13. Juni 2016
    Am Nachmittag beleidigte ein Mann einen 22-Jährigen aus homophober Motivation heraus. Der Betroffene fuhr in der S9 Richtung Pankow als ihn der Mann beleidigte und bedrohte. Der Täter griff dem Betroffenen an den Hals und schubste ihn gegen eine Trennwand. Anschließend spuckte er ihm ins Gesicht. Am Ostkreuz stieg der Täter aus, wobei er den Mann weiter bedrohte. Durch den Angriff erlitt der 22-Jährige leichte Verletzung am Oberkörper sowie einen Brechreiz durch das Anspucken.
    Quelle: Polizei
  • 12. Juni 2016
    Heute wurde ein Zettel mit antisemitischer Propaganda an der Eingangstür eines Mehrfamilienhauses in der Lembruchstraße entdeckt. Es handelt sich dabei um Zettel mit kryptischen Inhalt, versehen mit dem Symbol der Gruppe „Anonymous“. Identische Zettel hingen bereits 2015 mehrfach in Charlottenburg-Wilmersdorf sowie Tempelhof-Schöneberg. Im Juni 2016 hingen sie darüber hinaus auch in Neukölln und in Mitte.
    Eine genauere Beschreibung der Zettel finden Sie hier: https://www.facebook.com/AntisemitismusRechercheBerlin/posts/15741188562...
    Quelle: Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Medlung #89
  • 4. Juni 2016
    In der Dessenauer Straße beleidigte am Abend ein 47-Jähriger zwei Mädchen im Alter von 3 und 4 Jahren die im Innenhof des Mehrfamilienhauses spielten aus rassistischer Motivation heraus. Der Vater alarmierte daraufhin die Polizei.
    Quelle: Polizei
  • 29. Mai 2016
    Am Sonntag, den 29. Mai lagen den ganzen Tag über die CDs und laminierte Karikaturen verteilt im Park. Bei dem uns vorliegenden Material handelt es sich um laminierte antisemitische Karikaturen und dutzende CDs mit Bildern, Texten und Filmen. Insgesamt konnten wir sechs unterschiedliche CDs identifizieren. Der Aufbau der CDs ist immer gleich: Sie beginnen mit einer persönlichen Anrede, die auf die Thematik der CD hinweist. Jede CD ist in mehrere Ordner, die als Kapitel zu verstehen sind, unterteilt. Sie enthalten Filme, Zeitdokumente, eigene Texte und antisemitische Bilder. Am Ende steht ein Fazit, welches u.a. dazu auffordert, die Inhalte weiter zu verbreiten. Die CDs gleichen vom inhaltlichen Aufbau her einer Meldung aus dem vergangenen Jahr. Damals waren am 03. August im Fritz-Schloß-Park in Berlin-Moabit die CDs und laminierte Karikaturen entdeckt worden.

    Die meldende Person ist Mitglied der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Mit Unterstützung der „Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus“ wurde die volksverhetzende Hass-Propaganda zur Anzeige gebracht.

    Der Aufbau der CDs ist immer gleich: Sie beginnen mit einer persönlichen Anrede, die auf die Thematik der CD hinweist. Jede CD ist in mehrere Ordner, die als Kapitel zu verstehen sind, unterteilt. Sie enthalten Filme, Zeitdokumente, eigene Texte und antisemitische Bilder. Am Ende steht ein Fazit, welches u.a. dazu auffordert, die Inhalte weiter zu verbreiten.

    Inhaltlich werden folgende antisemitische Ideologeme reproduziert: jüdische Weltverschwörung, körperliche und charakterliche Eigenschaften der Juden als Kollektiv, Schoa-Leugnung, Ritualmordlegende und Nachkriegsantisemitismus. Alle Texte projizieren die antisemitischen Stereotype und Wahnvorstellungen durchgehend auch auf den Staat Israel.

    In dem Ordner „Adolf und die Schatzräuber“ findet sich die Originalaufnahme einer Rede von Hitler im Jahr 1939. Diese ist an Franklin Roosevelt adressiert und beschreibt einen möglichen Angriff auf das britische Protektorat Palästina als Befreiung der dortigen arabischen Bevölkerung. Unter der Rubrik „Dissidenten“ werden verurteilte Schoa-Leugner_innen wie Ursula Haverbeck und Horst Mahler vorgestellt. Beispielsweise enthält eine CD ein Grußwort Haverbecks, in dem sie „den jahrelangen Mythos Auschwitz“ anprangert.
    Beispiel Zitate aus den Ordnern der CD`s:

    Ordner „Betrüger“, Datei „Warum 6 Million“

    „Die zionistischen Herrschaften haben sich in den letzten 65 Jahren Zugang verschafft in die Chefetagen der Weltgesellschaft und einen Terrorstaat in Palästina geschaffen, mit einer Eintrittskarte auf der eine 6 steht.“

    Ordner „Die Sache mit den Schatzräubern“, Datei „Wir wurde die Lüge fabriziert“

    „Bereits vor Ausbruch des ersten Weltkriegs war es bei den Zionisten beschlossene Sache, dass deutsche Volk in seiner kulturellen und ideologischen Identität zu vernichten. Nur so war das Ziel der Besetzung Palästinas und der globalen zionistischen Kolonisierung zu erreichen.“

    Ordner „Adolf und die Schatzräuber“, Datei „Adolf und die Schatzräuber“

    „Die neue Weltordnung unter Zionistenrecht heißt: Lüge, Unrecht, Rassismus, Menschenverachtung, Pädophilie, Raub, Mord, Sklaverei und Vertreibung. Das ist eine wirklich ernsthafte Bedrohung für die demokratischen Freiheiten und den Frieden in Europa und in der ganzen Welt für alle Menschen.“

    Ordner „Ritueller Missbrauch“, Datei „f Pädo“

    „Die offizielle Stellungnahmen sind ein Strick um den Hals aller Eltern Deutschlands, denn die Rituale der Pädo-Kabbalistischen Kindesmord Kaste sind bekannt und die verantwortliche Polizei, lässt sie ungehindert weiter machen und deckt mit ihren Scheinermittlungen den ganzen Täterkreis.“
    Link: https://www.facebook.com/AntisemitismusRechercheBerlin/posts/16524330817...
    Quelle: Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Meldung #86
  • 25. Mai 2016
    Eine 29-järhige Frau wird nach 20.00 Uhr in der U1 von einem 23-jährigen Mann homophob beleidigt und ins Gesicht geschlagen. Sie verlässt die U-Bahn und fährt mit der nächsten Bahn zum Kottbusser Tor. Dort erkennt sie den Mann wieder und ruft die Polizei.
    http://www.berliner-woche.de/kreuzberg/blaulicht/homophober-angriff-d102...

    http://www.queer.de/detail.php?article_id=26206
    Quelle: ReachOut
  • 22. Mai 2016
    Kurz nach 8 Uhr wird ein 20-jähriger Mann in der Warschauer Straße von einem 34-jährigen Mann, der Naziparolen ruft und den Hitlergruß zeigt, rassistisch beleidigt und gegen das Brückengeländer am S-Bahnhof Warschauer Straße gedrückt. Zeug*innen greifen ein und rufen die Polizei. Die Bundespolizei nimmt den Täter fest.
    http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2016/05/fremdenfeindlicher-ang...

    http://www.bz-berlin.de/tatort/mann-drueckt-opfer-gegen-gelaender-und-ru...

    http://www.berliner-woche.de/friedrichshain/blaulicht/attacke-und-nazigr...
    Quelle: ReachOut
  • 15. Mai 2016
    Am frühen morgen des 15. Mai lagen nur CDs erneut nahe des Kinderspielplatzes unweit des Eingangs Dennewitzstraße. Auf den CDS befinden sich antisemitische Bilder, Texte und Filme. Der Aufbau der CDs ist immer gleich: Sie beginnen mit einer persönlichen Anrede, die auf die Thematik der CD hinweist. Jede CD ist in mehrere Ordner, die als Kapitel zu verstehen sind, unterteilt. Sie enthalten Filme, Zeitdokumente, eigene Texte und antisemitische Bilder. Am Ende steht ein Fazit, welches u.a. dazu auffordert, die Inhalte weiter zu verbreiten.

    Inhaltlich werden folgende antisemitische Ideologeme reproduziert: jüdische Weltverschwörung, körperliche und charakterliche Eigenschaften der Juden als Kollektiv, Schoa-Leugnung, Ritualmordlegende und Nachkriegsantisemitismus. Alle Texte projizieren die antisemitischen Stereotype und Wahnvorstellungen durchgehend auch auf den Staat Israel.

    In dem Ordner „Adolf und die Schatzräuber“ findet sich die Originalaufnahme einer Rede von Hitler im Jahr 1939. Diese ist an Franklin Roosevelt adressiert und beschreibt einen möglichen Angriff auf das britische Protektorat Palästina als Befreiung der dortigen arabischen Bevölkerung. Unter der Rubrik „Dissidenten“ werden verurteilte Schoa-Leugner_innen wie Ursula Haverbeck und Horst Mahler vorgestellt. Beispielsweise enthält eine CD ein Grußwort Haverbecks, in dem sie „den jahrelangen Mythos Auschwitz“ anprangert.
    Beispiel Zitate aus den Ordnern der CD`s:

    Ordner „Betrüger“, Datei „Warum 6 Million“

    „Die zionistischen Herrschaften haben sich in den letzten 65 Jahren Zugang verschafft in die Chefetagen der Weltgesellschaft und einen Terrorstaat in Palästina geschaffen, mit einer Eintrittskarte auf der eine 6 steht.“

    Ordner „Die Sache mit den Schatzräubern“, Datei „Wir wurde die Lüge fabriziert“

    „Bereits vor Ausbruch des ersten Weltkriegs war es bei den Zionisten beschlossene Sache, dass deutsche Volk in seiner kulturellen und ideologischen Identität zu vernichten. Nur so war das Ziel der Besetzung Palästinas und der globalen zionistischen Kolonisierung zu erreichen.“

    Ordner „Adolf und die Schatzräuber“, Datei „Adolf und die Schatzräuber“

    „Die neue Weltordnung unter Zionistenrecht heißt: Lüge, Unrecht, Rassismus, Menschenverachtung, Pädophilie, Raub, Mord, Sklaverei und Vertreibung. Das ist eine wirklich ernsthafte Bedrohung für die demokratischen Freiheiten und den Frieden in Europa und in der ganzen Welt für alle Menschen.“

    Ordner „Ritueller Missbrauch“, Datei „f Pädo“

    „Die offizielle Stellungnahmen sind ein Strick um den Hals aller Eltern Deutschlands, denn die Rituale der Pädo-Kabbalistischen Kindesmord Kaste sind bekannt und die verantwortliche Polizei, lässt sie ungehindert weiter machen und deckt mit ihren Scheinermittlungen den ganzen Täterkreis.“
    https://www.facebook.com/AntisemitismusRechercheBerlin/posts/16524330817...
    Quelle: Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Meldung #85
  • 2. Mai 2016
    Auf einem Werbeplakat für die Rammsteinkonzerte an der Holzmarktstraße wurde ein Hakenkreuz geschmiert.
    Quelle: Register Pankow
  • 1. Mai 2016
    In den frühen Morgenstunden des 01. Mai wurden in einem orangenen Plastikbeutel etwa 30 CDs und die gleiche Anzahl laminierter Karikaturen nahe eines Kinderspielplatzes unweit des Eingangs Dennewitzstraße ausgelegt. Bei dem uns vorliegenden Material handelt es sich um laminierte antisemitische Karikaturen und dutzende CDs mit Bildern, Texten und Filmen. Insgesamt konnten wir sechs unterschiedliche CDs identifizieren. Der Aufbau der CDs ist immer gleich: Sie beginnen mit einer persönlichen Anrede, die auf die Thematik der CD hinweist. Jede CD ist in mehrere Ordner, die als Kapitel zu verstehen sind, unterteilt. Sie enthalten Filme, Zeitdokumente, eigene Texte und antisemitische Bilder. Am Ende steht ein Fazit, welches u.a. dazu auffordert, die Inhalte weiter zu verbreiten.

    Inhaltlich werden folgende antisemitische Ideologeme reproduziert: jüdische Weltverschwörung, körperliche und charakterliche Eigenschaften der Juden als Kollektiv, Schoa-Leugnung, Ritualmordlegende und Nachkriegsantisemitismus. Alle Texte projizieren die antisemitischen Stereotype und Wahnvorstellungen durchgehend auch auf den Staat Israel.

    In dem Ordner „Adolf und die Schatzräuber“ findet sich die Originalaufnahme einer Rede von Hitler im Jahr 1939. Diese ist an Franklin Roosevelt adressiert und beschreibt einen möglichen Angriff auf das britische Protektorat Palästina als Befreiung der dortigen arabischen Bevölkerung. Unter der Rubrik „Dissidenten“ werden verurteilte Schoa-Leugner_innen wie Ursula Haverbeck und Horst Mahler vorgestellt. Beispielsweise enthält eine CD ein Grußwort Haverbecks, in dem sie „den jahrelangen Mythos Auschwitz“ anprangert.
    Beispiel Zitate aus den Ordnern der CD`s:

    Ordner „Betrüger“, Datei „Warum 6 Million“

    „Die zionistischen Herrschaften haben sich in den letzten 65 Jahren Zugang verschafft in die Chefetagen der Weltgesellschaft und einen Terrorstaat in Palästina geschaffen, mit einer Eintrittskarte auf der eine 6 steht.“

    Ordner „Die Sache mit den Schatzräubern“, Datei „Wir wurde die Lüge fabriziert“

    „Bereits vor Ausbruch des ersten Weltkriegs war es bei den Zionisten beschlossene Sache, dass deutsche Volk in seiner kulturellen und ideologischen Identität zu vernichten. Nur so war das Ziel der Besetzung Palästinas und der globalen zionistischen Kolonisierung zu erreichen.“

    Ordner „Adolf und die Schatzräuber“, Datei „Adolf und die Schatzräuber“

    „Die neue Weltordnung unter Zionistenrecht heißt: Lüge, Unrecht, Rassismus, Menschenverachtung, Pädophilie, Raub, Mord, Sklaverei und Vertreibung. Das ist eine wirklich ernsthafte Bedrohung für die demokratischen Freiheiten und den Frieden in Europa und in der ganzen Welt für alle Menschen.“

    Ordner „Ritueller Missbrauch“, Datei „f Pädo“

    „Die offizielle Stellungnahmen sind ein Strick um den Hals aller Eltern Deutschlands, denn die Rituale der Pädo-Kabbalistischen Kindesmord Kaste sind bekannt und die verantwortliche Polizei, lässt sie ungehindert weiter machen und deckt mit ihren Scheinermittlungen den ganzen Täterkreis.“
    https://www.facebook.com/AntisemitismusRechercheBerlin/posts/16524330817...
    Quelle: Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Meldung #84
  • 19. April 2016
    Eine junge Frau wird am S-Bahnhof Ostkreuz von einem Mann aus rassistischer Motivation heraus beleidigt.
    Quelle: Antirassistisches Register an der Alice-Salomon-Hochschule
  • 18. April 2016
    Gegen 1.00 Uhr wird das Taxi eines 35-jähriger Taxifahrers, das vor dem Ostbahnhof steht, aus einer Gruppe heraus mit einem gefüllten Pappbecher beworfen. Als der Taxifahrer aussteigt, wird er auch beworfen und verletzt. Der 35-Jährige wird von einem 28-jährigen Mann rassistisch beleidigt.
    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/polizeireport-taxifahrer-f...
    Quelle: ReachOut
  • 15. April 2016
    Gegen 2.00 Uhr wird eine Person am Halleschen Ufer von einer Gruppe von 4-5 Männern transphob beleidigt und geschlagen. Als ein Zeuge eingreift, fliehen die Täter unerkannt.
    Quelle: ReachOut
  • 14. April 2016
    Ein Kreuzberger Projekt meldete sich heute beim Berliner Register, da es ebenfalls eine rassistische E-Mail von Thor Hammer und dem AH – Magazin bekommen hat. Diese E-Mail ist identisch mit jener die bereits im März an Friedrichshain hilft versendet wurde. Darin wird die Flucht vieler Menschen aus Kriegs- und Krisenregionen als gezielte Waffe zur Zerstörung des „deutschen Volkes und der abendländischen Kultur“ bezeichnet. Geflüchtete werden als Betrüger und Schmarotzer beleidigt.
    Quelle: Berliner Register
  • 2. April 2016
    Am Vormittag hielt sich am S-Bahnhof Frankfurter Allee ein Mann auf, der ein Thor Steinar T-Shirt trug.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 23. März 2016
    In der Nacht griff ein 25-Jähriger einen 54-jährigen obdachlosen Rollstuhlfahrer im Treppenflur eines Parkhauses am Hermannplatz an. Gegen 2.45 Uhr hatte der Täter sein Opfer zunächst mit einem Messer bedroht und aus dem Rollstuhl geworfen. Anschließend durchsuchte er die Bekleidung und den Rollstuhl. Zum Schluss trat und stach er mehrfach auf den älteren Mann ein wodurch dieser neben den Stichverletzungen eine Fraktur des Schädels erlitt.
    http://www.maz-online.de/Home/Polizei/Rollstuhlfahrer-beinahe-zu-Tode-ma...

    http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2016/03/mordversuch-an-rollstu...
    Quelle: Polizei
  • 19. März 2016
    Am Morgen gegen 10 Uhr wurde eine 36 Jähriger Mann am U-Bahnhof Moritzplatz von einem anderen Mann aus rassistischen Motiven zunächst beleidigt und dann angegriffen. Der Täter trat mehrfach auf sein Opfer ein und sprühte Pfefferspray in dessen Gesicht. Eine Frau die auf das Geschehen aufmerksam geworden war, hatte Polizei und Feuerwehr alarmiert. Unmittelbar nach der Attacke flüchtete der Angreifer unerkannt. Der Betroffene musste mit Augenreizungen in ein Krankenhaus gebracht werden.
    Quelle: Polizei
  • 16. März 2016
    Die Willkommensinitiative „Friedrichshain hilft“ die sich in Friedrichshain unter anderem um die in zwei Turnhallen untergebrachten Geflüchteten kümmert, erhielt heute eine E-Mail mit einem rassistischen Inhalt. Darin wird die Flucht vieler Menschen aus Kriegs- und Krisenregionen als gezielte Waffe zur Zerstörung des „deutschen Volkes und der abendländischen Kultur“ bezeichnet. Geflüchtete werden als Betrüger und Schmarotzer denunziert.

    Absender ist ein gewisser Thor Hammer vom AH-Magazin. Diese E-Mail grassiert schon seit einer geraumen Weile im Netz und wird in Massenverschickungen an diverse Initiativen und Einzelpersonen verschickt, die sich in der Geflüchtetenhilfe einbringen.
    Quelle: Friedrichshain hilft
  • 4. März 2016
    Auf dem Kottbusser Damm in Kreuzberg kam es am 04. März zu mehreren antisemitischen Volksverhetzungen, judenfeindlichen und anti-israelischen Aussagen, sowie zu Bedrohungen gegen Teilnehmende der Kundgebung mit dem Motto „BDS stoppen, bedingungslose Solidarität mit Israel“.

    Hintergrund:

    Im Rahmen der internationalen „Israeli Apartheid Week“ organisierte der lokale Ableger der Israel-Boykott-Bewegung „BDS-Berlin“ und die Gruppe „F.O.R. Palestine“ (For One State and Return in Palestine) ein Screening des anti-israelischen Films „Even Though My Land is Burning“. Die Gruppe „F.O.R. Palestine“, welcher der Filmemacher Dror Dayan angehört, fordert die Beseitigung Israels und des Zionismus mit allen dafür zur Verfügung stehenden Mitteln (Über die Natur von Gewalt, Widerstand, und Solidarität – Stellungnahme von FOR Palestine, November 2015, zuletzt eingesehen 07.03.2016).

    Während der Kundgebung:

    Die Teilnehmenden der Kundgebung gegen das BDS-Event wurden aus einer Gruppe von ca. 30 Personen, die sich wenige Meter von ihnen entfernt auf der anderen Seite der Boppstraße vor dem Kino Moviemento aufhielt, fortwährend antisemitisch und sexistisch beschimpft und beleidigt. Auch nach dem offiziellen Beginn des Films blieb die Gruppe um Fuad Afane und F.O.R.Palestine vor dem Kino stehen. Mehrmals riefen sie antisemitische Parolen, wie „Kindermörder Israel“ oder „From the river to the see, Palestine will be free“.

    Eine junge Frau aus dieser Gruppe äußerte zwei Mal wenige Meter von der pro-israelischen Kundgebung entfernt, an die Teilnehmenden gerichtet „Ihr sollt alle Vergast werden“.

    Abschluss und Abzug der Kundgebung:

    Zum Abschluss der Kundgebung gegen 17:00 Uhr wurde die Stimmung deutlich aggressiver, mehrfach wurde durch Gesten und Sprüche eine körperliche Auseinandersetzung angedroht. Die Kundgebung wurde auch deshalb gegen 17:10 Uhr beendet. Während des Abbaus überquerten mehrere Personen aus der Gruppe vor dem Kino die Boppstraße und bedrängten Teilnehmende der Kundgebung. Eine Frau wurde durch einen Mann als „Zionisten-Fotze“ beschimpft. Des Weiteren wurde ihr angedroht, sie nach Hause zu verfolgen, wo man sie „kriegen würde“. Die wenigen Polizisten mussten die bedrohlich auftretende Gruppe abdrängen. Nach dem diese die Straßenseite gewechselt hatte, riefen sie in Richtung der abziehenden Kundgebungsteilnehmenden „Zionistenfaschisten“, „Juden raus aus Kreuzberg“ und „Wir kriegen euch!“.

    Auf Höhe der Sanderstraße maskierten sich drei Männer, zeigten den Hitlergruß und riefen im Verbund mit einem Weiteren „Scheiß Juden“, „Ihr braucht Hitler“, „Ab ins Gas“ und „Juden, Zionisten“. Laut übereinstimmenden Berichten von Anwesenden hielt sich mindestens einer der Männer zeitweise in der Gruppe vor dem Kino auf. Die Polizei teilte uns mit, das mehrere Ermittlungen wegen Verstößen gegen § 86a (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) eingeleitet wurden.
    https://linksunten.indymedia.org/de/node/171593

    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/-ihr-sollt-alle-vergast-we...

    http://juedisches-forum-demokratie-leben.de/blog/2016/03/07/berlin-04-03...

    http://www.morgenpost.de/berlin/article207133349/Hitlergruss-und-antisem...
    Quelle: Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus
  • 20. Februar 2016
    Ein 28-jähriger polizeibekannter Nazi versuchte sich Zugang zu einem Lokal in der Rigaer Straße zu verschaffen, woraufhin es zu einer Auseinandersetzung kam und er aus dem Lokal geworfen wurde. Gegen 0.35 Uhr rief der Nazi daraufhin die Polizei, welche mit einem Großaufgebot anrückte und letztendlich gegen 2.50 Uhr, nach Einholung eines mündlichen richterlichen Beschlusses begann sie den Weg in das Lokal freizuräumen und es zu durchsuchen. Auf der Straße hatten sich zwischenzeitlich rund 150 Unterstützer*innen versammelt. Die polizeilichen Maßnahmen waren gegen 4 Uhr wieder beendet.
    Quelle: Polizei
  • 18. Februar 2016
    Am Donnerstag bemerkte eine Familie in Kreuzberg, dass ihr Mesusa von ihrer Wohnungstür gerissen worden war. Mesusa bedeutet Türpfosten und bezeichnet eine Schriftkapsel die am Türpfosten angebracht wird, die im Judentum Bedeutung hat. Sie ist ein Symbol für jüdische Tradition und Religion.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 14. Februar 2016
    In der Gürtelstraße hing auf einer der großen Werbeflächen ein Plakat des rechten Compact Magazins.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 6. Februar 2016
    Gegen 2 Uhr liefen zwei Männer Hand in Hand die Adalbertstraße entlang als sie aus einer vier- bis fünfköpfigen Personengruppe heraus aus homophober Motivation heraus beleidigt wurden. Darauffolgend schlug ein Mann aus der Gruppe dem 23-Jährigen Betroffenen mehrfach mit der Faust gegen den Kopf.
    Quelle: Polizei
  • 27. Januar 2016
    An einem Ampelmast am U-Bahnhof Warschauer Straße hing ein Aufkleber mit Werbung für den rechten Blog pi-news.de.

    Pi-News.de gibt sich als ein unabhängiger kritischer Blog der jedoch eine Plattform zur Verbreitung rechter, insbesondere antimuslimischer und islamfeindlicher Hetze ist.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 23. Januar 2016
    Gegen 22.20 Uhr wurde die Polizei wegen einer Sachbeschädigung in die Blücherstraße gerufen. Dort traf sie vor einer Kneipe auf eine größere Gruppe alkoholisierter Fußballfans die die Polizist*innen mit Biergläsern bewarfen. Nach dem weitere Einsatzkräfte dazu kamen wurden die Personalien der Involvierten Personen festgestellt. Dabei zeigte eine Person aus der Gruppe heraus den Hitlergruß.
    Quelle: Polizei
  • 14. Januar 2016
    Am Abend fuhren zwei bekannte Nazis in einem Wagen vor einem linken Hausprojekt in der Rigaer Straße vor.Dort fingen sie an Fotos von dem Haus zu machen. Durch die zunehmende Anti-Antifa Arbeit der Nazis und daraus resultierender Angriffe auf Antifaschist*innen, stellt dies eine Bedrohung für die Bewohner*innen dar.
    https://linksunten.indymedia.org/de/node/165344
    Quelle: Indymedia
  • 8. Januar 2016
    Eine 38-Jährige wurde am Nachmittag gegen 14 Uhr beim überqueren der Hausburgstraße von einem Autofahrer aus rassistischer Motivation beleidigt. Danach stieg der Mann aus und griff die Frau mit Schlägen und Tritten an. Eine weitere Frau hat sich auf Seiten des Täters eingemischt und ebenfalls angefangen die Betroffene zu schlagen und zu treten. Erst als eine weitere Frau dazwischen ging ließen die beiden Täter*innen von der Betroffenen ab. In Folge des Angriffs hat die Betroffene Schmerzen am ganzen Körper und begab sich in ärztliche Behandlung.
    Quelle: Polizei
  • 1. Januar 2016
    Gegen 5 Uhr stellte eine Anwohnerin in der Muskauerstraße fest, dass es erneut zu einem Angriff auf die Räumlichkeiten eines Parteibüros der linken und pro-kurdischen Partei HDP kam. Die Eingangstür war eingeschlagen worden. In den Räumlichkeiten wurde das Mobiliar zerstört, die Wände mit Farbe beschmiert und Pyrotechnik gezündet.
    Quelle: Polizei
Subscribe to Chronik für Register Friedrichshain-Kreuzberg