Chronik für Register Friedrichshain-Kreuzberg

  • 2. Mai 2016
    Auf einem Werbeplakat für die Rammsteinkonzerte an der Holzmarktstraße wurde ein Hakenkreuz geschmiert.
    Quelle: Register Pankow
  • 19. April 2016
    Eine junge Frau wird am S-Bahnhof Ostkreuz von einem Mann aus rassistischer Motivation heraus beleidigt.
    Quelle: Antirassistisches Register an der Alice-Salomon-Hochschule
  • 18. April 2016
    Gegen 1.00 Uhr wird das Taxi eines 35-jähriger Taxifahrers, das vor dem Ostbahnhof steht, aus einer Gruppe heraus mit einem gefüllten Pappbecher beworfen. Als der Taxifahrer aussteigt, wird er auch beworfen und verletzt. Der 35-Jährige wird von einem 28-jährigen Mann rassistisch beleidigt.
    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/polizeireport-taxifahrer-f...
    Quelle: ReachOut
  • 15. April 2016
    Gegen 2.00 Uhr wird eine Person am Halleschen Ufer von einer Gruppe von 4-5 Männern transphob beleidigt und geschlagen. Als ein Zeuge eingreift, fliehen die Täter unerkannt.
    Quelle: ReachOut
  • 14. April 2016
    Ein Kreuzberger Projekt meldete sich heute beim Berliner Register, da es ebenfalls eine rassistische E-Mail von Thor Hammer und dem AH – Magazin bekommen hatt. Diese E-Mail ist identisch mit jener die bersit im März an Friedrichshain hilft versendet wurde. Darin wird die Flucht vieler Menschen aus Kriegs- und Kriesenregionen als gezielte Waffe zur Zerstörung des „deutschen Volkes und der abendländischen Kultur“ bezeichnet. Geflüchtete werden als Betrüger und Schmartzer denunziert.
    Quelle: Berliner Register
  • 14. April 2016
    Ein Kreuzberger Projekt meldete sich heute beim Berliner Register, da es ebenfalls eine rassistische E-Mail von Thor Hammer und dem AH – Magazin bekommen hatt. Diese E-Mail ist identisch mit jener die bersit im März an Friedrichshain hilft versendet wurde. Darin wird die Flucht vieler Menschen aus Kriegs- und Kriesenregionen als gezielte Waffe zur Zerstörung des „deutschen Volkes und der abendländischen Kultur“ bezeichnet. Geflüchtete werden als Betrüger und Schmartzer beleidigt.
    Quelle: Berliner Register
  • 23. März 2016
    In der Nacht griff ein 25-Jähriger einen 54-jährigen obdachlosen Rollstuhlfahrer im Treppenflur eines Parkhauses am Hermannplatz an. Gegen 2.45 Uhr hatte der Täter sein Opfer zunächst mit einem Messer bedroht und aus dem Rollstuhl geworfen. Anschließend durchsuchte er die Bekleidung und den Rollstuhl. Zum Schluss trat und stach er mehrfach auf den älteren Mann ein wodruch dieser neben den Stichverletzungen eine Fraktur des Schädels erlitt.
    http://www.maz-online.de/Home/Polizei/Rollstuhlfahrer-beinahe-zu-Tode-ma...

    http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2016/03/mordversuch-an-rollstu...
    Quelle: Polizei
  • 19. März 2016
    Am Morgen gegen 10 Uhr wurde eine 36 Jähriger Mann am U-Bahnhof Moritzplatz von einem anderen Mann aus rassistischern Motiven zunächst beleidigt und dann angegriffen. Der Täter trat mehrfach auf sein Opfer ein und sprühte Pfefferspray in dessen Gesicht. Eine Frau die auf das Geschehen aufmerksam geworden war, hatte Polizei und Feuerwehr alarmiert. Unmittelbar nach der Attacke flüchtete der Angreifer unerkannt. Der Betroffene musste mit Augenreizungen in ein Krankenhaus gebracht werden.
    Quelle: Polizei
  • 16. März 2016
    Die Willkommensinitiative „Friedrichshain hilft“ die sich in Friedrichshain unter anderem um die in zwei Turnhallen untergebrachten Geflüchteten kümmert, erhielt heute eine E-Mail mit einem rassistischen Inhalt. Darin wird die Flucht vieler Menschen aus Kriegs- und Kriesenregionen als gezielte Waffe zur Zerstörung des „deutschen Volkes und der abendländischen Kultur“ bezeichnet. Geflüchtete werden als Betrüger und Schmartzer denunziert.

    Absender ist ein gewisser Thor Hammer vom AH-Magazin. Diese E-Mail grasiert schon seit einer geraumen Weile im Netz und wird in gewissen Abständen und Massenverschickungen an diverse Initiativen und Einzelpersonen verschickt, die sich in der Geflüchtetenhilfe einbringen.
    Quelle: Friedrichshain hilft
  • 4. März 2016
    Auf dem Kottbusser Damm in Kreuzberg kam es am 04. März zu mehreren antisemitischen Volksverhetzungen, judenfeindlichen und anti-israelischen Aussagen, sowie zu Bedrohungen gegen Teilnehmende der Kundgebung mit dem Motto „BDS stoppen, bedingungslose Solidarität mit Israel“.

    Hintergrund:

    Im Rahmen der internationalen „Israeli Apartheid Week“ organisierte der lokale Ableger der Israel-Boykott-Bewegung „BDS-Berlin“ und die Gruppe „F.O.R. Palestine“ (For One State and Return in Palestine) ein Screening des anti-israelischen Films „Even Though My Land is Burning“. Die Gruppe „F.O.R. Palestine“, welcher der Filmemacher Dror Dayan angehört, fordert die Beseitigung Israels und des Zionismus mit allen dafür zur Verfügung stehenden Mitteln (Über die Natur von Gewalt, Widerstand, und Solidarität – Stellungnahme von FOR Palestine, November 2015, zuletzt eingesehen 07.03.2016).

    Während der Kundgebung:

    Die Teilnehmenden der Kundgebung gegen das BDS-Event wurden aus einer Gruppe von ca. 30 Personen, die sich wenige Meter von ihnen entfernt auf der anderen Seite der Boppstraße vor dem Kino Moviemento aufhielt, fortwährend antisemitisch und sexistisch beschimpft und beleidigt. Auch nach dem offiziellen Beginn des Films blieb die Gruppe um Fuad Afane und F.O.R.Palestine vor dem Kino stehen. Mehrmals riefen sie antisemitische Parolen, wie „Kindermörder Israel“ oder „From the river to the see, Palestine will be free“.

    Eine junge Frau aus dieser Gruppe äußerte zwei Mal wenige Meter von der pro-israelischen Kundgebung entfernt, an die Teilnehmenden gerichtet „Ihr sollt alle Vergast werden“.

    Abschluss und Abzug der Kundgebung:

    Zum Abschluss der Kundgebung gegen 17:00 Uhr wurde die Stimmung deutlich aggressiver, mehrfach wurde durch Gesten und Sprüche eine körperliche Auseinandersetzung angedroht. Die Kundgebung wurde auch deshalb gegen 17:10 Uhr beendet. Während des Abbaus überquerten mehrere Personen aus der Gruppe vor dem Kino die Boppstraße und bedrängten Teilnehmende der Kundgebung. Eine Frau wurde durch einen Mann als „Zionisten-Fotze“ beschimpft. Des Weiteren wurde ihr angedroht, sie nach Hause zu verfolgen, wo man sie „kriegen würde“. Die wenigen Polizisten mussten die bedrohlich auftretende Gruppe abdrängen. Nach dem diese die Straßenseite gewechselt hatte, riefen sie in Richtung der abziehenden Kundgebungsteilnehmenden „Zionistenfaschisten“, „Juden raus aus Kreuzberg“ und „Wir kriegen euch!“.

    Auf Höhe der Sanderstraße maskierten sich drei Männer, zeigten den Hitlergruß und riefen im Verbund mit einem Weiteren „Scheiß Juden“, „Ihr braucht Hitler“, „Ab ins Gas“ und „Juden, Zionisten“. Laut übereinstimmenden Berichten von Anwesenden hielt sich mindestens einer der Männer zeitweise in der Gruppe vor dem Kino auf. Die Polizei teilte uns mit, das mehrere Ermittlungen wegen Verstößen gegen § 86a (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) eingeleitet wurden.
    https://linksunten.indymedia.org/de/node/171593

    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/-ihr-sollt-alle-vergast-we...

    http://juedisches-forum-demokratie-leben.de/blog/2016/03/07/berlin-04-03...

    http://www.morgenpost.de/berlin/article207133349/Hitlergruss-und-antisem...
    Quelle: Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus
  • 20. Februar 2016
    Ein 28-jähriger polizeibekannter Nazi versuchte sich Zugang zu einem Lokal in der Rigaer Straße zu verschaffen, woraufhin es zu einer Auseinandersetzung kam und er aus dem Lokal geworfen wurde. Gegen 0.35 Uhr rief der Nazi daraufhin die Polizei, welche mit einem Großaufgebot anrückte und letztendlich gegen 2.50 Uhr, nach Einholung eines mündlichen richterlichen Beschlusses begann sie den Weg in das Lokal freizuräumen und es zu durchsuchen. Auf der Straße hatten sich zwischenzeitlich rund 150 Unterstützer*innen versammelt. Die polizeilichen Maßnahmen waren gegen 4 Uhr wieder beendet.
    Quelle: Polizei
  • 18. Februar 2016
    Am Donnerstag bemerkte eine Familie in Kreuzberg, dass ihr Mesusa von ihrer Wohnungstür gerissen worden war. Mesusa bedeutet Türpfosten und bezeichnet eine Schriftkapsel die am Türpfosten angebracht wird, die im Judentum Bedeutung hat. Sie ist ein Symbol für jüdische Tradition und Religion.
    Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg
  • 6. Februar 2016
    Gegen 2 Uhr liefen zwei Männer Hand in Hand die Adalbertstraße entlang als sie aus einer vier- bis fünfköpfigen Personengruppe heraus aus homophober Motivation heraus beleidigt wurden. Darauffolgend schlug ein Mann aus der Gruppe dem 23-Jährigen Betroffenen mehrfach mit der Faust gegen den Kopf.
    Quelle: Polizei
  • 23. Januar 2016
    Gegen 22.20 Uhr wurde die Polizei wegen einer Sachbeschädigung in die Blücherstraße gerufen. Dort traf sie vor einer Kneipe auf eine größere Gruppe alkoholisierter Fußballfans die die Polizist*innen mit Biergläsern bewarfen. Nach dem weitere Einsatzkräfte dazu kamen wurden die Personalien der Involvierten Personen festgestellt. Dabei zeigte eine Person aus der Gruppe heraus den Hitlergruß.
    Quelle: Polizei
  • 14. Januar 2016
    Am Abend fuhren zwei bekannte Nazis, ein Mann und eine Frau, in einem Wagen vor einem linken Hausprojekt in der Rigaer Straße vor. Dort fingen sie an Fotos von dem Haus zu machen. Durch die zunehmende Anti-Antifa Arbeit der Nazis und daraus resultierender Angriffe auf Antifaschits*innen, stellt dies eine Bedrohung für die Bewohner*innen dar.
    https://linksunten.indymedia.org/de/node/165344
    Quelle: Indymedia
  • 8. Januar 2016
    Eine 38-Jährige wurde am Nachmittag gegen 14 Uhr beim überqueren der Hausburgstraße von einem Autofahrer aus rassistischer Motivation beleidigt. Danach stieg der Mann aus und griff die Frau mit Schlägen und Tritten an. Eine weitere Frau hat sich auf Seiten des Täters eingemischt und ebenfalls angefangen die Betroffene zu schlagen und zu treten. Erst als eine weitere Frau dazwischen ging ließen die beiden Täter*innen von der Betroffenen ab. In Folge des Angriffs hat die Betroffene Schmerzen am ganzen Körper und begab sich in ärztliche Behandlung.
    Quelle: Polizei
  • 1. Januar 2016
    Gegen 5 Uhr stellte eine Anwohnerin in der Muskauerstraße fest, dass es erneut zu einem Angriff auf die Räumlichkeiten eines Parteibüros der linken und pro-kurdischen Partei HDP kam. Die Eingangstür war eingeschlagen worden. In den Räumlichkeiten wurde das Mobiliar zerstört, die Wände mit Farbe beschmiert und Pyrotechnik gezündet.
    Quelle: Polizei
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