Register Berlin Mitte

Das Register in Berlin-Mitte hat seine Tätigkeit parallel zu anderen Stadtteilen Berlins im August 2014 aufgenommen. Die Koordinierungsstelle arbeitet eng mit Narud e.V. zusammen, einer Organisation, die sich unter anderen für Integrationsförderung, entwicklungspolitische Bildung und Entwicklungszusammenarbeit einsetzt und das Ziel verfolgt, dass sich Migranten_innen in Berlin als voll akzeptierter Bestandteil in der Gesellschaft  erfahren können. Es ist ein selbsterklärtes Anliegen von Narud e.V. alle Formen von Diskriminierung und Ausgrenzung in aufklärerischer Weise sichtbar zu machen und zu überwinden.

Die bisher gemeldeten Vorfälle basieren weitgehend auf Meldungen aus polizeidienstlichen Quellen, ReachOut und dem Verein für Demokratische Kultur (VdK e.V.). Dies gilt auch für die Vorfälle, welche für den Zeitraum Januar bis Juli 2014 rückwirkend in die Chronik aufgenommen wurden. Das Register Berlin in Mitte legt sein Augenmerk auch auf Vorfälle von Diskriminierung die aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Anzeige gebracht wurden. Jede Form von Ausgrenzung sei es aufgrund der Herkunft, des religiösen Bekenntnisses oder der sexuellen Orientierung verdient ein genauses Hinsehen.  Das Sichtbarmachen solcher Vorfälle in den lokalen Anlaufstellen schafft für die Betroffenen einen Raum, in dem sie ihre Erlebnisse schildern können und mit ihren Problemen nicht allein dastehen. Durch die Veröffentlichung der Vorfälle und die aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger am Register wächst das Interesse für die Problematik der Diskriminierung, insbesondere in der eigenen Nachbarschaft. Das Bewusstsein dafür, selbst auch betroffenen sein zu können oder die Betroffenen zu kennen, führt zu mehr Solidarität gegenüber jenen Menschen, die Diskriminierung und Ausgrenzung erfahren oder erfahren könnten.

Berlins Mitte ist bekannt für sein weltoffenes und tolerantes Miteinander und ein Ort an dem besonders viele Organisationen und Verbände angesiedelt sind, die sich für die Interessen von Migranten_innen einsetzen und in kaum einen anderen Stadtteil Berlins finden sich so viele Einrichtungen des Jüdischen Zusammenlebens. Das Register Berlin in Mitte möchte sich in Zukunft noch enger mit all diesen Interessenverbänden um im beiderseitigen Interesse allen Formen von Diskriminierung besser begegnen zu können.

Ihre Mithilfe ist uns wichtig. Sind sie selbst Opfer von Diskriminierung oder rassistisch motivierter Ausgrenzung, oder sind sie Zeuge von Vorfällen, denen ein rassistisches, antisemitisches oder homophobes Motiv zugrunde liegt, so teilen sie uns ihre Erfahrungen mit.

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