Mehrere Angriffe und Bedrohungen mit rassistischer Motivation in Lichtenberg

In den letzten drei Monaten haben sich mehrere Übergriffe und Bedrohungen ereignet, die uns jetzt erst erreicht haben. Sie zeigen die Spannbreite rechter Aggressionen, deren Zahl sich in der aktuellen Debatte um Flüchtlinge nochmal gesteigert hat.
So wurden am 18. Juli drei vorbeilaufende Flüchtlinge von mehreren Männern, die vor einem Spätkauf in der Frankfurter Allee am U-Bhf. Magdalenenstraße saßen, um 5 Uhr morgens rassistisch beleidigt. Aus der Pöbelei entwickelte sich in kürzester Zeit eine körperliche Auseinandersetzung. Die Flüchtlinge konnten sich dem Angriff entziehen und weglaufen. In der Nacht zum 11. August betraten mehrere Personen aus einer nahegelegenen Kneipe den Hof eines von Migrant_innen bewohntes Haus in der Straße Alt-Friedrichsfelde und bedrohten die umstehenden Personen. Der Angriff konnte abgewehrt werden und die Angreifer wurden von den Anwesenden vom Hof gedrängt. Am 29. August wurde ein minderjähriger Flüchtling gegen 19:30 Uhr an einer Haltestelle in der Falkenberger Dorfstraße aus rassistischen Gründen von einem tätovierten Neonazi mit einem Messer bedroht. Er konnte fliehen und blieb unverletzt.

Auch im September kam es zu einer Bedrohung. In diesem Fall richtete sich die Aggression gegen vermeintliche Flüchtlingsunterstützer_innen. Die Zahlen des Registers sind auch diesen Monat unverändert hoch.